Ingo Remesch will Bürgermeister von Weilheim werden!
Ingo Remesch – Bürgermeister für Weilheim
Die Weilheimer Kreistagskandidaten Petra Arneth-Mangano und Thomas Auer interviewten Weilheims zweiten
Bürgermeister Ingo Remesch

Ingo, du hast dich entschlossen, im Kommunalwahlkampf 2008 als Bürgermeisterkandidat für die SPD in Weilheim anzutreten.
Was ist deine Motivaton hierfür?
Die Arbeit der SPD in Weilheim hat eine lange, fast 100 jährige Tradition. Durch die SPD wurde in Weilheim vieles bewegt,
beispielsweise beim sozialen Wohnungsbau. Ich bin deshalb stolz darauf, Vorsitzender dieser Partei in Weilheim zu sein und darum
ist es für mich auch selbstverständlich, mich als Bürgermeister zu bewerben.
Gibt es Aufgaben und Themen, die du im Falle einer Wahl als unbedingt durch- und umzusetzen angehen würdest?
Soziale Wohnungsbaupolitik, soweit wir als Stadt rechtlich und finanziell Einfluss nehmen können.
D.h. bezahlbaren Wohnraum schaffen für geringverdienende Familien, sowie Sicherung eines höchstmöglichen Maßes an eigenständiger
Lebensführung für Senioren und behinderte Menschen. Dringend notwendig halte ich auch den raschen Voll-Ausbau des Jugendzentrums.
Wie stehst du zu den Beschlüssen der Wieser Resolution vom Januar 2007? Welche Punkte sind deiner Ansicht nach innerhalb
der Stadt Weilheim umsetzbar?
Ich war bei der Verabschiedung der Wieser Resolution dabei und habe sie mitgestaltet. Mit unserem Weilheimer Leitbild haben
wir grundsätzlich der Wieser Resolution schon vorgegriffen; ich sehe uns durch die Wieser Resolution deshalb bestätigt und auf
dem richtigen Weg.Insbesondere bei der Gebäudesanierung können wir noch viel Energie einsparen – hier liegen die wesentlichsten
Verbesserungspotentiale; wobei wir bedenken müssen, dass jede Sanierung zunächst mit einer Finanzierung beginnt.
Hast du politische Themen im Programm, die von den anderen Kandidaten noch nicht „angepackt“ wurden, die aber sehr wichtig für
Weilheim sind?
Ich glaube, dass die neuen Formen der Bürgerbeteiligung, z.B. Planungszellen etc., bisher noch nicht so sehr im
Gesamtbewusstsein angekommen sind. Für mich sind dies allerdings wichtige Bestandteile, die Bürgerinnen und Bürger wieder
mehr für das Gemeinwesen zu interessieren und Mut zu einer Mitbeteiligung zu machen.
Wie stehst du dazu, in Weilheim weitere Unternehmen anzusiedeln?
Weilheim hat namhafte Firmen, die eine gute Anzahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen bieten. Einer weiteren
Gewerbeansiedlung, auf einer attraktiven zusammenhängenden Fläche, stehe ich offen gegenüber, wenngleich auch an die
Erweiterungsmöglichkeiten für bereits bestehende Firmen gedacht sein muss.
Gründerzentren haben sich in vielen Städten und Gemeinden bereits bewährt. Welche Chancen siehst du für eine Umsetzung
in Weilheim und mit welchen Schwerpunkten?
Ein Gründerzentrum halte ich vom Grundsatz her für ein wichtiges Signal, junges Unternehmertum zu fördern. Weilheim ist
dafür als Gewerbezentrum im Oberland der richtige Standort, insbesondere weil wir schon bisher eine gute Struktur an Handels-,
Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben, sowie eine gute Anbindung nach München haben. Einen Schwerpunkt für ein Gründerzentrum
würde ich deshalb bewusst nicht setzen, um auch umfassend und vielseitig anbieten zu können. Entscheidend ist die räumliche
Situation, z.B. Neubau oder Bezug eines bestehenden Gebäudes und die Finanzierbarkeit. Ebenso ist wichtig, dass wir entsprechenden
Wohnraum für Beschäftigte anbieten können.